Am Samstag 19.09.2026 wurde auf dem Bogenplatz in Reutlingen der Württembergische Pokal für Vereinsmannschaften ausgeschossen. Bei sonnigem und warmem Wetter traten die 14 besten Vereine Württembergs gegeneinander an, die sich zuvor über einen Vorkampf qualifiziert hatten. Die Mannschaften wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Geschossen wurde ähnlich wie in der Hallenliga: Drei Schützen absolvierten jeweils zwei Pfeile pro Passe. Allerdings standen die Scheiben hier in 30 Metern Entfernung und waren mit einer 80-cm-Auflage versehen.
Für die SGes Bempflingen gingen Timo Endler, Elias Enanaa, Tobias Goldmann und Daniela Klesmann an den Start. Betreut wurde das Team von Coach André Uhlmann. In der Gruppe B gewann die Mannschaft sechs ihrer sieben Matches, lediglich gegen den BSC Stuttgart gab es ein Unentschieden. Dabei wurden mehrfach die Aufstellungen gewechselt und verschiedene Konstellationen getestet – jede führte zum Erfolg.
Mit starken Schüssen und großem Teamgeist sicherten sich die Bempflinger den Gruppensieg und damit den Einzug in die Finalrunde.
Dort ging es im K.o.-System weiter. Im Viertelfinale traf die SGes Bempflingen auf die SGi Isny, den Viertplatzierten der Gruppe A. Lediglich der zweite von vier Sätzen ging an die Allgäuer. Mit Daniela Klesmann, Tobias Goldmann und Elias Enanaa zog Bempflingen souverän ins Halbfinale ein.
Angefeuert vom restlichen Team gelang dort ein sicherer Sieg ohne Satzverlust gegen die SV Tell Weilheim. Damit war das große Ziel erreicht: Die SGes Bempflingen stand im Goldfinale des WSV-Pokals.
Dort wartete mit der SGi Ditzingen, dem Sieger der Vorrundengruppe A, ein äußerst starker Gegner. Das Finale entwickelte sich zu einem Wettkampf, der eines Goldfinales würdig war. Der erste Satz endete unentschieden, der zweite ging an Ditzingen. Bempflingen schlug jedoch direkt zurück und glich zum 3:3 aus. Auch der vierte Satz ging an die Bempflinger, sodass der Pokalsieg zum Greifen nah war.
Im fünften und letzten Satz, der die maximale Distanz des Finales bedeutete, hatte Ditzingen knapp die Nase vorn und stellte auf 5:5. Damit kam es zum Stechen – genau das Finale, das sich Zuschauer und Kommentator gewünscht hatten.
Im Stechen schießt jeder Schütze nur einen Pfeil und hat dafür lediglich die halbe reguläre Zeit zur Verfügung. Beide Mannschaften erzielten die gleiche Ringzahl. Die Entscheidung fiel deshalb über den Pfeil, der am nächsten zur Mitte lag. Beide Teams schossen eine Zehn, doch der Treffer eines Ditzinger Schützen lag hauchdünn näher am Zentrum.
Damit sicherte sich die SGi Ditzingen den Sieg im Württembergischen Vereinspokal. Die Enttäuschung bei den Bempflingern währte jedoch nur kurz, denn nach einer beeindruckenden Mannschaftsleistung durften sie sich über die Silbermedaille und die Anerkennung für einen starken Wettkampftag freuen.

